Projekte von München-West

Jahresprojekt 2018

Jedes Jahr geben alle Gemeinden in München-West und zur Zeit auch zwei aus München-Nord je 375 € für gemeinsame Jahresprojekte, die in Absprache mit den Partnern bestimmt werden. Im Jahr 2018 wird die Gesamtsumme so aufgeteilt:

  • 3025 € zur Unterstützung des Itete-Krankenhauses
  • 1600 € für Schulgebühren für Kinder mit Albinismus
  • 1000 € für kommende Begegnungen

Das lutherische Krankenhaus in Itete

Das hoch in den Bergen liegende Itete-Krankenhaus hat sich mittlerweile zu einem großen Distriktkrankenhaus entwickelt. Im Jahr 2015 hatte eine Besuchsgruppe aus München gehört, dass in Itete ein neues Ambulanzgebäude nötig wäre. Wir haben damals schon entschieden, diesen Bau mit einem Teil unserer Jahresprojektgelder zu unterstützen. Die neue Ambulanz mit vielen Abteilungen ist inzwischen teilweise in Betrieb genommen worden.

Unser diesjähriger Beitrag soll helfen, die Ambulanz fertigzustellen. Wie das Geld genau eingesetzt wird, liegt aber im Ermessen der Verwaltung des Krankenhauses. Erfreulich ist, dass wir von dem leitenden Arzt Dr. Lee detaillierte Berichte über die Modernisierungsmaßnahmen bekommen.

Als er 2017 hier war, beeindruckte Dr. Lee durch seine vielen Fragen zu allen möglichen Themen. Er konnte in München zwei Krankenhäuser besuchen und interessierte sich für neue Behandlungsmöglichkeiten. Einige seiner Bemerkungen (z. B. über das Fehlen von unterernährten Kindern im Krankenhaus) zeigen, wie sehr unsere Lebenswelten sich voneinander unterscheiden. Er traf Vereinbarungen zum geplanten Wasserkraftwerk in Itete mit der beteiligten Firma und konnte ein neues Ultraschallgerät von einem finnischen Spender in Empfang nehmen.

Schulgebühren und Hilfen für Kinder mit Albinismus

Seit 2010 unterstützen wir die Schulausbildung von Kindern mit Albinismus, die in Tansania besonders benachteiligt sind. Das Projekt, auf das wir durch Mission EineWelt aufmerksam wurden, war ursprünglich von einem Albino-Pfarrer zu einer Zeit initiiert worden, zu der die Medien voller Berichte über Albinoverfolgungen in Nordtansania waren. Er agierte im Rahmen der Tanzania Albinism Society. Als er sich vom Projekt trennte, übernahm die Konde-Diözese dafür die Verantwortung. Fast alle Kinder im Projekt haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ein Mädchen, das Hautkrebs hatte, leider ein häufiges Problem, ist im Mai 2017 gestorben. Ein anderes Mädchen, das Schneidern in einer katholischen Berufsschule gelernt hat, hat eine Nähmaschine und andere Starthilfen bekommen, damit sie sich selbständig machen kann.

Im Projekt sind momentan noch zwei Kinder, ein Mädchen in der kirchlichen Internatsschule in Manow und ein Junge in einer Oberschule in Mbeya, die wir bis zum Ende ihrer Schulausbildung begleiten werden, mindestens noch zwei Jahre.

Rechts im Bild ist Cecilia Nsombo vom Kirchenamt in Tukuyu, die aktuelle Koordinatorin des Projekts, die uns Berichte über die Fortschritte der Kinder schickt.

Begegnungen mit den Partnern

Regelmäßige Begegnungen sind sehr wichtig für die Partnerschaft, aber trotz Zuschusses von der Landeskirche ist die Finanzierung schwierig. Deshalb haben wir entschieden, jedes Jahr 1000 Euro für kommende Begegungen zurückzulegen.

Im Sommer 2017 konnten wir drei Wochen mit einer 5-köpfigen Gruppe aus Tansania hier in München verbringen. Dabei waren der Chefarzt des Itete-Krankenhauses, der Finanzdirektor aus dem Kirchenamt in Tukuyu und drei Frauen aus Partnergemeinden von Münchner Gemeinden. Für die Familien, die sie beherbergt haben und diejenigen, die sie durch das umfangreiche Programm begleitet haben, ein unvergessliches Erlebnis. Mit einem Gottesdienst am Ende der gemeinsamen Zeit haben wir 40 Jahre Partnerschaft gefeiert. (Siehe den ausführlicheren Bericht)