Gedenken an Pfarrer Ulrich Seiler

Am 19. Juni 2018 ist unser Mitstreiter Pfarrer in Ruhe Ulrich Seiler im Alter von 86 Jahren verstorben. Er gehörte zum Urgestein unserer Partnerschaft. Wie auch Dr. Jochen Fricke, Pfarrer Friedrich Eras, Alfred Martin und andere. Zur Eigenschaft des Urgesteins gehört sicherlich die Beständigkeit eine Idee, eine Vision zu verwirklichen. Sicher war da auch am Anfang unserer Partnerschaftsbeziehung der Reiz des Neuen, des Unbekannten: Die Verwirklichung des Münchner Modells, der direkten Gemeindepartnerschaft, der Verantwortung auf Gemeindeebene. Altdekan Aaron Mapima Mgovano vom Dekanat Makambako ist sicherlich auch Teil dieses Partnerschaftsfundamentes.

 

In meiner Erinnerung war Ulrich Seiler eher ein zurückhaltender „Aktivist“ der Partnerschaft. Aber nun, nach den Schilderungen aus dem Partnerschaftsausschuss von Unterhaching durfte ich doch meine Meinung revidieren. Es sind Eigenschaften und Tätigkeiten die sich wie ein Anforderungs-/Aufgabenprofil für einen Partnerschaftsbeauftragten anhören:

* Kontakte mit den Partnern pflegen, mit Briefen und in Telefonaten (zu seiner Zeit steckte die digitale Kommunikation noch in den Kinderschuhen)

* dem Partnerschaftskreis spirituelle Impulse geben, z. B. im Frauenkreis über die Tageslosung nachdenken,

* den Partnerschaftssonntag mitgestalten, mit Plakaten für die Partnerschaft werben,

* immer wieder im Kirchenvorstand berichten,

* Kontakte zu anderen Partnerschaftsgruppen pflegen, besonders bei den Besuchen in Petersberg,

* wenn tansanischer Besuch kam, ihn zu beherbergen,

* tatkräftige Mithilfe beim Packen von Bananenkartons für die Containersendung, Fahrräder für die Containersendungen herrichten,

* sein besonderes Anliegen war die Schulgeldunterstützung unserer Partner, dafür suchte er immer wieder nach Geldquellen, die er auch fand,

* und immer wieder andere motivieren und begeistern.

Ob der barmherzige Samariter ein Vorbild von Ulrich Seiler war? Ich denke mir, es war nicht nur das Tun was ihn auszeichnete, sondern auch das Reden über die Gemeinschaft und die Partnerschaft. Kann mir auch gut vorstellen, das Beten war auch dabei.

Christian Lutango Pesth