Petersberg 2020

Raumschmuck zum Thema "gemeinsam unterwegs"
Bildrechte: www.partnerschaft-tansania-muenchen.de

Münchner Missionstage 2020
24. bis 26. Januar

Thema: Traditionen im Wandel – Zukunft gestalten

Wir freuen uns wieder auf das Wochenende in der Katholischen Landvolkshochschule Petersberg.
Die Einladungen wurden verschickt, bitte melden Sie sich bis zum 10. Januar an.

aus der Einladung: Im Leben bleibt ja bekanntlich nichts so, wie es ist. ...

  • Im Leben bleibt ja bekanntlich nichts so, wie es ist. Oft fühlt es sich sogar so an, als ob sich alles immer schneller verändert. „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“, wusste schon der Naturforscher Charles Darwin. Wandel, das kann sehr spannend und interessant sein, schließlich weiß man ja in aller Regel nicht, was das Neue mit sich bringt. Aus diesem Grund können Veränderungen jedoch auch Angst auslösen, nicht zuletzt deshalb, weil man sich selber auch mitverändern muss.
  • Wie gut, dass es Bräuche und Traditionen gibt, die immer wiederkehren oder an bestimmten Punkten in unserem Leben zuverlässig abgerufen werden können. Taufe, Konfirmation oder Hochzeit sind Ereignisse, die uns sicher von einem Lebensabschnitt in den nächsten geleiten. Liebe Menschen begleiten uns dabei, Pfarrerinnen und Pfarrer setzten den sicheren Rahmen und Gott gibt seinen guten Segen dazu. Andere Traditionen begleiten uns durch das Jahr. Weihnachten z.B. ist jedes Jahr das gleiche: Wie schmücken den Christbaum, die Familie kommt zusammen, wir gehen zum Gottesdienst und singen „O du fröhliche“, wie in all den Jahren zuvor. Traditionen stemmen sich gegen Veränderungen. Sie vermitteln uns das Gefühl, dass man sich auf sie verlassen kann. Aber irgendwann verändern auch sie sich, vielleicht, weil sie in der bisherigen Form keinen Sinn mehr machen. Wenn sich Traditionen verändern, dann haben wir uns auch verändert, davon können wir ausgehen.
  • Auf dem Petersberg werden wir den sich verändernden Bräuchen und Traditionen nachspüren, bei uns in Deutschland – bei unseren Partnern in Tansania. Das ist gar nicht so einfach, weil Entwicklungen oft schleichend sind und uns gar nicht so auffallen. Gemeinsam wollen wir überlegen und verstehen, was die Gründe für diese Veränderungen sind und welche Folgen das für unsere partnerschaftliche Beziehung hat. Denn wenn sich auf einer Seite einer Partnerschaft etwas ändert, zieht das notwendigerweise eine Umstellung auf der anderen Seite nach sich, nur so kommt das Beziehungsmobile wieder ins Gleichgewicht.
  • Wir sind froh, dass wir mit Miriam Roßmerkel und Kimata Said Kimatta zwei Referent/innen gewinnen konnten, die sowohl mit Tansania, als auch mit Deutschland vertraut sind und so einen Blick für Veränderungen in beiden Ländern haben. Frau Roßmerkel hat Afrikanistik und Politikwissenschaft (BA) in Leipzig, Dar es Salaam und Niamey/Niger studiert, dazu noch Sustainable Development (MSC) in Leipzig, Graz und Stellenbosch (Südafrika). Herr Kimatta ist Elektroingenieur (BA) und macht gegenwärtig seinen Master in Bayreuth. Die beiden werden nicht nur unsere Bräuche und Traditionen in den Blick nehmen, sondern auch mit uns gemeinsam überlegen, wie wir uns in unserer Partnerschaft immer wieder neu aneinander ausrichten können.
  • Am Sonntagvormittag werden wir Pfarrer i.R. Hans Köbler zu Gast haben. Er ist nicht nur mein (Manfred Kurth) Vorgänger auf der Regionalstelle Süd, er ist auch seit einigen Jahren Redakteur der „Tansania Information“, die monatlich von Mission EineWelt herausgegeben werden. Das weist ihn als profunden Kenner Tansanias aus. In folgenden Themenbereichen wird er uns auf den aktuellen Informationsstand bringen: „Neue Ansätze von Präsident John Magufuli“, „Erfolge und problematische Entwicklungen“ sowie „Tansania und seine Geldgeber“.

Wir dürfen gespannt sein.